🐀Ratten
Ratten im Garten – Erkennen, Bekämpfen, Vorbeugen
Ratten im Garten sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene – sie kommen in den besten Gärten vor. Komposthaufen, Vogelfutter und Fallobst ziehen Ratten magisch an. Doch Ratten vermehren sich extrem schnell: Ein Paar kann in einem Jahr bis zu 800 Nachkommen haben. Schnelles Handeln ist entscheidend.
📅 Aktualisiert: April 2026✅ Geprüft von IHK-Sachkundigen
1. Anzeichen für Ratten im Garten
Rattenkot: Spindelförmige Kotpillen (1-2 cm lang, dunkelbraun, glänzend bei frischem Kot). Rattenlöcher: Runde Eingänge (6-8 cm Durchmesser) an Böschungen, unter Schuppen, am Komposthaufen. Laufwege: Ausgetretene Pfade entlang von Mauern und Zäunen – Ratten nutzen immer die gleichen Routen. Fraßspuren: Angeknabberte Früchte, Gemüse, Plastik oder Holz. Geräusche: Rascheln und Piepen, besonders in der Dämmerung.
2. Bekämpfung: Was hilft?
Nahrungsquellen beseitigen: Komposthaufen rattensicher machen (geschlossener Komposter), Fallobst aufsammeln, Vogelfutter nur in rattensicheren Spendern, kein Essen draußen liegen lassen. Professionelle Bekämpfung: Ein Kammerjäger setzt Köderboxen (mit Wachsblöcken und Antikoagulanzien) an den Laufwegen auf. Nach 2-3 Wochen sind die Ratten beseitigt. DIY-Fallen: Schlagfallen funktionieren bei einzelnen Ratten, bei einem Rudel brauchen Sie professionelle Hilfe.
3. Meldepflicht
Ja, Ratten sind in Deutschland meldepflichtig! Nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 18 IfSG) und den meisten kommunalen Schädlingsbekämpfungsverordnungen müssen Rattenbefall dem Ordnungsamt oder Gesundheitsamt gemeldet werden. Das gilt für Grundstückseigentümer und Mieter gleichermaßen. Die Meldepflicht besteht, weil Ratten über 70 Krankheiten übertragen können, darunter Hantavirus, Leptospirose und Salmonellen.
4. Vorbeugung
Komposthaufen: Geschlossenen Thermokomposter verwenden, kein Fleisch oder gekochtes Essen kompostieren. Vogelfutter: Silos statt Bodenfütterung verwenden, abends Reste entfernen. Mülltonnen: Deckel immer geschlossen halten. Zugänge: Löcher in Fundamenten und Mauern verschließen (Ratten passen durch 2 cm große Öffnungen!). Ordnung: Kein Gerümpel im Garten – Ratten brauchen Verstecke.
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Häufige Fragen
Sind Ratten im Garten meldepflichtig?
Ja! In den meisten deutschen Kommunen besteht eine Meldepflicht für Rattenbefall. Sie müssen den Befall beim Ordnungsamt oder Gesundheitsamt melden. Tun Sie das nicht, droht ein Bußgeld. Die Meldung ist kostenlos, die Behörde schickt dann ggf. den städtischen Kammerjäger.
Wie schnell vermehren sich Ratten?
Extrem schnell: Ein Rattenpaar kann theoretisch in einem Jahr bis zu 800 Nachkommen hervorbringen. Ein Weibchen wird mit 3 Monaten geschlechtsreif, hat eine Tragzeit von nur 21 Tagen und bekommt 4-8 Würfe pro Jahr mit je 6-12 Jungen. Deshalb ist schnelles Handeln entscheidend.
Kommen Ratten auch ins Haus wenn sie im Garten sind?
Ja, das Risiko ist hoch. Ratten können durch Öffnungen ab 2 cm Durchmesser ins Haus gelangen – durch Rohrleitungen, Kabelschächte, unter Türen oder sogar durch die Toilette. Wenn Sie Ratten im Garten haben, überprüfen Sie alle Zugänge zum Haus und dichten Sie Öffnungen ab.
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