🐀Ratten
Ratten im Keller – Anzeichen, Gefahren & Sofortmaßnahmen
Ratten im Keller sind ein Albtraum für jeden Hausbesitzer. Sie gelangen oft über die Kanalisation oder defekte Rohre ins Haus, richten immense Schäden an und übertragen gefährliche Krankheiten. Schnelles Handeln ist unerlässlich, um eine Plage zu verhindern – zudem besteht in vielen Kommunen eine Meldepflicht.
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1. Wie Ratten in den Keller gelangen
Wanderratten nutzen vor allem die Kanalisation, um in Keller vorzudringen. Defekte Abflussrohre, fehlende oder beschädigte Rückstauklappen in Bodenabläufen und undichte Kellerfenster sind offene Einladungen. Selbst kleinste Risse im Mauerwerk, schlecht abgedichtete Leitungseinführungen oder offene Lüftungsschächte reichen den äußerst flexiblen Nagetieren aus, um sich Zugang zu verschaffen. Oft klettern sie auch an rauen Hauswänden empor oder dringen durch nicht gesicherte Kellerluken ein.
2. Warum der Keller für Ratten so attraktiv ist
Der Keller bietet Ratten ideale Lebensbedingungen. Er ist in der Regel dunkel, ungestört und bietet einen hervorragenden Schutz vor natürlichen Feinden sowie extremen Witterungsbedingungen. Zudem finden sich hier oft gelagerte Lebensmittel, Tiernahrung, Mülltonnen oder Kartonagen und Textilien, die hervorragend als Nistmaterial dienen. Wenn der Keller feucht ist, bietet er außerdem das für Ratten lebensnotwendige Trinkwasser.
3. Anzeichen für Rattenbefall
Typische Anzeichen sind kaffeebohnengroße, etwa 1 bis 2 cm lange, wurstförmige Kotpillen. Achten Sie auf dunkle Schmierspuren an Wänden, die durch das fettige Fell der Tiere auf ihren regelmäßigen Laufwegen entstehen, sowie auf deutliche Nagespuren an Holz, Plastik und sogar Beton oder Aluminium. Oft finden sich auch Fußabdrücke im Staub oder es ist ein starker, beißender Uringeruch wahrnehmbar, der an Ammoniak erinnert.
4. Gefahren durch Ratten im Keller
Ratten richten nicht nur immense materielle Schäden an, sondern stellen auch ein extremes Gesundheitsrisiko dar. Eine massive Gefahr sind Kabelschäden: Nagen sie an Stromkabeln oder elektrischen Installationen, entsteht ein akutes Risiko für Kurzschlüsse, Ausfälle von Haustechnik und verheerende Hausbrände. Zudem können sie Rohrleitungen beschädigen, was zu unbemerkten Wasserschäden führen kann, die wiederum Schimmelbildung begünstigen.
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5. Krankheiten und Hygieneprobleme
Ratten sind Träger und Überträger gefährlicher Krankheitserreger wie Leptospirose, Salmonellen, Typhus und Hantaviren. Diese können durch Kontakt mit Kot, Urin, Speichel oder durch Bisse auf den Menschen übertragen werden. Zudem tragen Ratten häufig Parasiten wie Rattenflöhe, Milben und Zecken mit sich ein, die sich im gesamten Haus ausbreiten und weitere gesundheitliche Probleme bei Menschen und Haustieren verursachen können.
6. Sofortmaßnahmen ergreifen
Sichern Sie umgehend alle potenziellen Nahrungsquellen und lagern Sie Lebensmittel, Vorräte und Tiernahrung aus dem Keller um oder in bissfesten Behältern aus Metall oder dickem Kunststoff. Verschließen Sie offensichtliche Löcher und Risse provisorisch, beispielsweise mit engmaschigem Drahtgeflecht oder speziellem Nagerschaum. Dokumentieren Sie den Befall gründlich mit Fotos, um dem Kammerjäger und eventuell dem Vermieter wichtige Informationen liefern zu können.
7. Meldepflicht und Bekämpfung
In sehr vielen deutschen Kommunen und Städten besteht eine strenge gesetzliche Pflicht, Ratten dem Ordnungsamt oder Gesundheitsamt unverzüglich zu melden! Die professionelle Bekämpfung durch einen ausgebildeten Schädlingsbekämpfer umfasst ein systematisches Monitoring, das Auffinden der Nester und Laufwege sowie den sicheren Einsatz von Rodentiziden. Diese Wirkstoffe dürfen ab 2026 aufgrund verschärfter Tierschutz- und Umweltrichtlinien ausschließlich durch zertifiziertes Fachpersonal ausgebracht werden.
8. Kosten: Wer zahlt bei Mietobjekten?
Grundsätzlich muss der Vermieter für die Rattenbekämpfung aufkommen, um die Mietsache mangelfrei zu halten und die Gesundheit der Mieter zu schützen. Nur wenn zweifelsfrei bewiesen werden kann, dass der Mieter die Ratten durch unsachgemäße Lagerung von Müll oder Lebensmitteln grob fahrlässig angelockt hat, können die Kosten für den Kammerjäger auf den Mieter umgelegt werden.
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Häufige Fragen
Wie schnell vermehren sich Ratten?
Sehr schnell. Ein Weibchen kann im Jahr bis zu 6 Würfe mit jeweils 8 bis 12 Jungen haben. Ohne Eingreifen kann die Population rasant auf Hunderte Tiere anwachsen.
Kommen Ratten wirklich durch die Toilette?
Ja, Wanderratten können durch Abwasserrohre schwimmen und tatsächlich aus Toiletten auftauchen, besonders in tieferliegenden Stockwerken oder im Keller.
Darf ich selbst Rattengift auslegen?
Die Auflagen für Privatpersonen sind sehr streng. Ab 2026 ist der Einsatz wirksamer Rodentizide für Laien weitestgehend verboten. Überlassen Sie dies den Profis.
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Mäuse- und Rattenkot?
Rattenkot ist deutlich größer (10-20 mm), wurstförmig und oft an den Enden stumpf, während Mäusekot klein (ca. 3-8 mm) und spitz zulaufend ist.
Welches Amt ist für die Rattenmeldung zuständig?
In der Regel ist das örtliche Ordnungsamt oder das Gesundheitsamt der richtige Ansprechpartner. Auf den Websites der Kommunen finden sich dazu meist konkrete Formulare.
Schädlinge in Köln?
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