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🐀Ratten

Ratten im Keller – Anzeichen, Gefahren & Sofortmaßnahmen

Ratten im Keller sind ein Albtraum für jeden Hausbesitzer. Sie gelangen oft über die Kanalisation oder defekte Rohre ins Haus, richten immense Schäden an und übertragen gefährliche Krankheiten. Schnelles Handeln ist unerlässlich, um eine Plage zu verhindern – zudem besteht in vielen Kommunen eine Meldepflicht.

📅 Aktualisiert: April 2026✅ Geprüft von IHK-Sachkundigen
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1. Wie Ratten in den Keller gelangen

Wanderratten nutzen vor allem die Kanalisation, um in Keller vorzudringen. Defekte Abflussrohre, fehlende oder beschädigte Rückstauklappen in Bodenabläufen und undichte Kellerfenster sind offene Einladungen. Selbst kleine Risse im Mauerwerk oder schlecht abgedichtete Leitungseinführungen reichen aus.

2. Anzeichen für Rattenbefall

Typische Anzeichen sind kaffeebohnengroße, etwa 1-2 cm lange Kotpillen. Achten Sie auf dunkle Schmierspuren an Wänden (Fettspuren vom Fell) sowie auf deutliche Nagespuren an Holz, Plastik und sogar Beton. Oft finden sich auch Laufwege im Staub oder beißender Uringeruch.

3. Gefahren durch Ratten im Keller

Ratten sind Träger gefährlicher Krankheitserreger wie Leptospirose, Salmonellen und Hantaviren. Zudem tragen sie Rattenflöhe ein. Eine weitere massive Gefahr sind Kabelschäden: Nagen sie an Stromkabeln, entsteht ein akutes Risiko für Kurzschlüsse und verheerende Hausbrände.

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4. Sofortmaßnahmen ergreifen

Sichern Sie umgehend alle potenziellen Nahrungsquellen und lagern Sie Lebensmittel aus dem Keller um. Verschließen Sie offensichtliche Löcher provisorisch, beispielsweise mit Drahtgeflecht, und dokumentieren Sie den Befall mit Fotos für den Kammerjäger und eventuell den Vermieter.

5. Meldepflicht und Bekämpfung

In sehr vielen deutschen Kommunen besteht eine gesetzliche Pflicht, Ratten dem Ordnungsamt oder Gesundheitsamt zu melden! Die professionelle Bekämpfung umfasst systematisches Monitoring und den sicheren Einsatz von Rodentiziden, der ab 2026 ausschließlich durch zertifiziertes Fachpersonal erfolgen darf.

6. Kosten: Wer zahlt bei Mietobjekten?

Grundsätzlich muss der Vermieter für die Rattenbekämpfung aufkommen, um die Mietsache mangelfrei zu halten. Nur wenn zweifelsfrei bewiesen werden kann, dass der Mieter die Ratten durch unsachgemäße Lagerung von Müll oder Lebensmitteln angelockt hat, können die Kosten umgelegt werden.

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Häufige Fragen

Wie schnell vermehren sich Ratten?
Sehr schnell. Ein Weibchen kann im Jahr bis zu 6 Würfe mit jeweils 8 bis 12 Jungen haben. Ohne Eingreifen kann die Population rasant auf Hunderte Tiere anwachsen.
Kommen Ratten wirklich durch die Toilette?
Ja, Wanderratten können durch Abwasserrohre schwimmen und tatsächlich aus Toiletten auftauchen, besonders in tieferliegenden Stockwerken oder im Keller.
Darf ich selbst Rattengift auslegen?
Die Auflagen für Privatpersonen sind sehr streng. Ab 2026 ist der Einsatz wirksamer Rodentizide für Laien weitestgehend verboten. Überlassen Sie dies den Profis.
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Mäuse- und Rattenkot?
Rattenkot ist deutlich größer (10-20 mm), wurstförmig und oft an den Enden stumpf, während Mäusekot klein (ca. 3-8 mm) und spitz zulaufend ist.
Welches Amt ist für die Rattenmeldung zuständig?
In der Regel ist das örtliche Ordnungsamt oder das Gesundheitsamt der richtige Ansprechpartner. Auf den Websites der Kommunen finden sich dazu meist konkrete Formulare.

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